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Der Sportverein Germania Rimbeck 1978 eV :

Die Gründung des Sportvereins:

Schon um die Jahrhundertwende entstand in Rimbeck ein Turnverein. Im Saale der Gastwirtschaft Merbach wurden Turnübungen durchgeführt, an denen sich viele junge Männer des Ortes beteiligten. Als der Fußballsport im Kreis Warburg bekannter wurde, entstand im Turnverein eine Fußballabteilung.

Zur Ausübung dieses Sportes wurde von der Gemeinde Rimbeck eine Wiese im "Assler Feld" zur Verfügung gestellt. Die ersten Spiele erfolgten gegen Mannschaften aus den Nachbargemeinden. Als Sportkleidung dienten die Sachen, die man gerade trug.

Im Jahre 1921 erfolgte die Gründung des "Sportvereins Einigkeit Rimbeck" und ein Jahr später der Anschluß an die DJK. Im Jahre 1928 wurde von den Mitgliedern des Vereins ein Spielmannszug ins Leben gerufen, der auch viel Anklang in Rimbeck fand.

Gleichzeitig mit der Fertigstellung der heutigen Diemelhalle im Jahre 1932, an deren Aufbau sich die Rimbecker Bürger rege beteiligten, wurde auch ein neuer Sportplatz am jetzigen Standort erstellt.

Leider wurde diese Begeisterung im Jahre 1934 nach der Machtergreifung Hitlers jäh gestoppt. Alle der DJK angeschlossenen Vereine wurden aufgelöst und die Vereinsunterlagen beschlagnahmt. In den folgenden Jahren von 1934 - 1945 wurde der Sport politisiert und durfte nur noch im Zusammenhang mit der NSDAP ausgeübt werden.

 

Die Nachkriegsjahre:

Wenige Monate nach Ende des 2.Weltkrieges wachte das Fußballfieber wieder auf, und die Neugründung beschlossen. Am 23.02.1946 erfolgte im Gasthof Merbach die Neugründung des Sportvereines mit dem Namen "Germania Rimbeck". Die Genehmigung wurde von der englischen Besatzungsmacht eingeholt und die Satzung anerkannt. Die erste Sportausrüstung wurde gegen Naturalien erworben, da Geld keinen Wert besaß.

Im Jahre 1947 erfolgte der Anschluß an den Westdeutschen Fußballverband. Da nach Kriegsende in Rimbeck noch kein größeres Fest stattgefunden hatte, richtete der Sportverein  im Jahre 1948 ein Sport- und Gemeindefest aus.

Über die Jahre spielte der Verein mit wachsendem  Erfolg  bis in der Saison 1957/58 der Durchbruch in die Bezirksliga  Paderborn gelang. Am Saisonende zeigte der Weg jedoch steil  nach unten. Der Abstieg bis in die unterste Spielklasse brachte den Verein dem Ruin nahe. Es fanden sich aber immer wieder Mitglieder und Spieler, die den Verein und den Spielbetrieb über Jahre aufrecht erhalten konnten.

Im Spieljahr 1966/67 ging es endlich wieder aufwärts, da eine junge Mannschaft den Aufstieg in die 1.Kreisklasse schaffte. Im Jahre 1971 konnte ein groß angelegtes 50.jähriges Jubiläumssportfest gefeiert werden.

Doch schon wenige Wochen später wurde nach hitzigen Vereinsdebatten die Auflösung des Sportvereins Rimbeck beschlossen und eine Fusion mit dem Nachbarverein Westfalia Scherfede 03 eingegangen. Der neu gegründete Verein erhielt den Namen ESV Scherfede/Rimbeck.

 

Die Neugründung:

Da sich dieser Auflösungsbeschluß im Laufe der Zeit durch sportliches Desinteresse auf die Rimbecker Jugend negativ auswirkte wurde am 03.02.1978 von interressierten Bürgern und Thekenmannschaften der Sportverein Germania Rimbeck neu gegründet. Nachdem anfänglich Schwierigkeien mit dem ESV die bei der Benutzung des Sportplatzes in Rimbeck auftraten, konnte aber zur Saison 1978/79 mit einer A-Jugend und einer Seniorenmannschaft angetreten werden. Ab der Saison 79/80 nahm auch eine C-Jugend, eine II.Seniorenmannschaft und eine Altherrenmannschaft am Spielbetrieb teil.

Durch die sportlichen Erfolge der 1.Mannschaft wurde Germania Rimbeck im Sportkreis Warburg wieder bekannt. So schaffte die Elf unter dem Trainer Hans-Jürgen Vogt nach 3-jähriger Spielzeit in der C-Liga in der Saison 1980/81 ungeschlagen den Aufstieg in die B-Liga, in der man ebenfalls ungeschlagen Herbstmeister wurde. Zum Ende der Saison 1981/82 stieg die Mannschaft in die A-Liga auf, nach 48 Spielen ohne Niederlage, in Folge.

In den nächsten Jahren waren die Erfolge sehr wechselhaft.  Nur knapp verpasste man den Aufstieg in die Bezirksliga, um dann kurze Zeit später wieder den Abstieg zu besiegeln. Gute Spieler waren in Rimbeck zu Gast und haben ihren Anteil an diesem Erfolg, aber im Nachwuchsbereich bei den Senioren fehlte in den folgenden Jahren immer mehr die Substanz.

 

 

 

Die neue Zeitrechnung:

Nach der Neugründung 1978 begann man in Rimbeck Anfang der 80-er Jahre mit dem Bau eines neuen Sportheimes. Unter der Regie des 1.Vorsitzenden Johannes Herzog, sowie den Vorstandsmitgliedern Franz-Josef Wagemann und Werner Hoppe und vieler Rimbecker Sportler und Bürger entstand ein ansehnliches Bauwerk. Endlich konnten die Sportler vor Ort ihrer Körperhygiene nachgehen, oder beim Bier ihre Spiele Revue passieren lassen..

Im Jahre 1997 wurde das Sportheim mit dem Anbau der "Germanen Stube" erweitert, unter sehr großzügiger Mithilfe (finanziell und ideell) unseres damaligen 1.Vorsitzenden Wolfgang Linnenbrink. Es wurde ein Prunkstück und unter Mithilfe unseres Baumeisters Karl-Heinz Wagemann sowie großzügiger Spenden aus der Bevölkerung, Rimbecker Firmen und der Warburger Brauerei konnte bald Richtfest gefeiert werden.

Doch im Laufe der Jahre ließ das Interesse der Jugend am Fußballsport immer mehr nach. Um dem Ballsport noch eine Chance zu geben mußten Lösungen gefunden werden. Schließlich war es naheliegend wiederum mit dem großen Nachbarverein SV Scherfede/Rimbeck eine Spielgemeinschaft zu bilden. Dies ist nun schon seit vielen Jahren erfolgreich der Fall. Auch der Frauenfußball hat sich etabliert und wir alle sind stolz darauf.

In diesem Jahr (2011) feiert der Sportverein Rimbeck sein 90-jähriges Bestehen. Es gibt keine großen Feiern, da durch die Auflösung des Vereines nach der Fusion mit dem Nachbarn Scherfede einige Jahre in der Bilanz fehlen . Aber es bestreitet wohl niemand, dass die neuerliche "EHE" mit dem großen Nachbarn Scherfede, die einzig richtige Entscheidung war und so bleibt es uns belassen stolz auf die Gründer des Vereins zurück zu blicken und zu hoffen das es auch in der Zukunft Ballsport begeisterte in Rimbeck und Scherfede geben wird, zum Wohle der Menschen und der Vereine.